Die Sagenwelt des Spreewald

Der Spreewald ist nicht nur die Heimat der leckeren grünen Gewürzgurken oder der adretten Spreewaldmädchen in ihren wendischen Trachten, sondern auch die Heimat zahlreicher Sagengestalten.

Der Błudnik, ein schadenfroher Gnome, der bei Nacht und Nebel die Menschen so verblendet...

Das böse Weib, krumm und sehr gebückt schleicht in den Dörfern am hellen Tageslicht...

Die Ludki wohnen in Hügeln, und zwar da, wo sich Urnen vorfinden.

Die Dziwica ist die wendische Jagdgöttin. Ein schönes, junges und wildes weibliches Wesen aus dem Wald.

Die Mittagsfrau erscheint zur Mittagszeit. Wehe dem der jetzt noch der Feldarbeit nach geht...

Der Spreewald liegt rund 100 Kilometer südöstlich von Berlin im Bundesland Brandenburg.

DVD Trailer ansehen

Flash is required!

HERZENTÖTER jetzt auf DVD

Cover Herzentöter DVD - Director´s Edition 2010

Die DVD ist jetzt erhältlich als director`s  edition im Selbstvertrieb des Regisseurs mit Bonusfilm "Das Klopfen". (Psychothriller 28 min. mit Paul Faßnacht, Isabella Parkinson, Irm Hermann, Regie: Bernd Heiber)

HERZENTÖTER mit anderen teilen

Die Wassernixen, der Wassermann und seine Frau

Der Wassermann (wendisch wodny muz) auch Nix (wendisch nykus) genannt, sowie seine Gemahlin die Wasserfrau (wodna zona) wohnt in den Flüssen, Seen und Teichen der Lausitz und sucht die Vorübergehenden zum Baden zu verleiten, um sie dann zu ertränken, wie er dies auch mit jedem tuht, der beim Baden in seinen Bereich kommt. Die blauen Flecke der Ertrunkenen sind dann die Zeichen der Ertränkung durch Nixen.
Der Nix erscheint in einer von einem Menschen in nichts unterschiedenen Gestalt und ist er auf trockenem Lande, so ist er unkräftig und man kann ihn gefangen nehmen und zu seinem Diener machen.
Mit seiner Frau zeugt er auch Kinder und diese gehen mit den Kindern der Menschen um, kommen auch wohl in die Gesellschaft der Menschen zu Tanze und verlieben sich in die hübschen Mädchen und jungen Burschen. Die Töchter des Wassermanns sind immer daran kenntlich, daß ihr Rock einen nassen Saum hat.
In mancher Gegend sitzt der Wassermann im ersten und letzten Mondviertel an den Ufern der Flüsse und zwar an Stellen, wo sie langsam fließen, tief sind und nicht rauschen.

Martin Otting als Błudnik

Sein Aussehen ist häßlich, sehr bleich von Gesicht, mit schwarzen langen, bis auf die Schultern herabhängenden Haaren. Gekleidet ist er von Fuß zu Kopf in braungelbes Leder, das aus lauter kleinen Fleckchen zusammengesetzt ist. Diese pflegt er beim Mondenschein laut zu zählen, wobei er sich mit den Händen klatschend auf die Beine schlägt. An diesem Tone erkennt man ihn.
Neugierige und Vorwitzige, die von dem Tone gelockt, sich ihm näherten, sahen ihn dicht am überhängenden Ufer sitzen und suchten ihn durch einfallendes Mitzählen und Klatschen zu unterbrechen. Er stürzte sich überschlagend in´s murmelnde Wasser, ohne daß ihnen Etwas geschah, dafür aber hatten sie das unangenehme Vergnügen, daß sie nunmehr alle Nächte das Klatschen und Zählen vor ihrer Wohnung mit anhören mußten, bis es sich traf, daß sie vor Ärger und Angst wieder einmal mitzählend einfielen, worauf sie ein lautes Gelächter vernahmen und fortan nicht weiter in ihrer Ruhe gestört wurden.