Pressestimmen online

Katja Flint im Interview mit der FAZ:
"Einiges schien mir wirr zu sein."

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Ein klug-versponnener Film, ein Juwel, wie es öfters im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorkommen sollte, irgendwo zwischen Detlef Buck, Märchen, Heimatfilm und ein bisschen Fellini.

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"Herzentöter" (eine Koproduktion des RBB mit der Ziegler Film GmbH) ist irgendwie anders. Genial anders. Die Beschreibung "Neo-existenzialistischer Mystery-Pop im Spreewald" klingt zunächst kryptisch. Hat man das schrill-melancholische Roadmovie aber gesehen, stellt man fest: Das trifft es wirklich gut.

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...eine von vielen wunderbaren Ideen, die Drehbuchautor und Regisseur Bernd Heiber in seinem Langfilm-Debüt "Herzentöter" verwirklichte. Katja Flint trägt zu dem herrlich schrägen, metaphysisch angehauchten Stoff, den sie als eine Art "philosophisches Märchen" sieht, mal wieder den ihr ganz eigenen Zauber bei. Dabei tut sie etwas, das sie sonst nicht so gerne macht: Sie spielt eine Schauspielerin...

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Mysterien einer Spreewaldfahrt

Neues Deutschland 16-7-07

Von F.-B. Habel

Eine verwöhnte Schauspielerin, ein ausgeflippter Autodieb und ein sehr eigenwilliger Bauer stehen im Mittelpunkt der mysteriösen Geschichte aus dem ländlichen Venedig, wie Neunmalkluge den Spreewald genannt haben. Die gefeierte Schauspielerin Julia Mikitsch dreht einen Film und findet nicht mehr den rechten künstlerischen Ausdruck. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Regisseur desertiert sie. Der Ganove Kobja will mit einem Luxuswagen genügend Mäuse machen, um ebenfalls wegzukommen, aber sehr, sehr weit. Nur der Bauer Hanusch will bleiben, denn er ist nicht nur mit seinem Land verwurzelt, sondern steht auch mit der Sagenwelt der Lausitz auf du und du. Er glaubt an den Bludnik, den schadenfrohen Gnom, der hier sein Unwesen treibt und besonders gern Fremde von ihren Vorhaben abbringt. Die drei treffen sich unter ungünstigsten Umständen und erliegen gegenseitig ihrer ganz persönlichen Faszination.

In der Reihe „Debüt im Ersten“ läuft heute ein Film, der nicht leicht einzuordnen ist. Regisseur und Autor Bernd Heiber hat seinen Film zwischen allen Stilen angesiedelt, aber vielleicht ist das ja gerade sein persönlicher Stil. Man muss sich auf die Geschichte einlassen, wie auf die Landschaft, in der sie angesiedelt ist. Nur nach und nach erschließt sich die mit einem deutlichen Augenzwinkern erzählte Handlung, in der geheimnisvolle Waldgeister in schönem Kontrast zu den Aufgeregtheiten des aufgeklärten Alltags stehen. Der aus Cottbus stammende Regisseur hat in Babelsberg studiert und ist mit seinem Langfilm-Debüt in eine Landschaft seiner Jugend zurückgekehrt, die von Kameramann Konstantin Kröning (auch Absolvent der HFF „Konrad Wolf“) auf eine Art eingefangen wurde, die die Spannung der konträren Lebensbereiche unterstreicht. „Der Spreewald ist für mich eine der Hauptfiguren des Films, ein besonders gelungenes Stück der Schöpfung“, sagt Heiber über seine Intention. Dabei sind die anderen Hauptfiguren auch nicht ohne. Xaver Hutter hat Draufgänger-Charme, der immer wieder ins Komische kippt, und die Hintergründigkeit von Paul Faßnacht lässt einen zwischen Erschauern und Schmunzeln pendeln. Beide umschwärmen auf ihre Art Filmstar Katja Flint, die sich im Laufe der Handlung aus der Filmzicke in eine disziplinierte Heiner-Müller-Spielerin verwandelt. Auch in kleinen und mittleren Rollen zeichnen Darsteller wie Max Volkert Martens, Angela Hobrig und Peter Wohlfeil ihre Figuren mit feinen, ironischen Strichen, während  Martin Ottings Wassermann das Gnomhafte vermissen ließ.