Pressestimmen online

Katja Flint im Interview mit der FAZ:
"Einiges schien mir wirr zu sein."

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Ein klug-versponnener Film, ein Juwel, wie es öfters im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorkommen sollte, irgendwo zwischen Detlef Buck, Märchen, Heimatfilm und ein bisschen Fellini.

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"Herzentöter" (eine Koproduktion des RBB mit der Ziegler Film GmbH) ist irgendwie anders. Genial anders. Die Beschreibung "Neo-existenzialistischer Mystery-Pop im Spreewald" klingt zunächst kryptisch. Hat man das schrill-melancholische Roadmovie aber gesehen, stellt man fest: Das trifft es wirklich gut.

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...eine von vielen wunderbaren Ideen, die Drehbuchautor und Regisseur Bernd Heiber in seinem Langfilm-Debüt "Herzentöter" verwirklichte. Katja Flint trägt zu dem herrlich schrägen, metaphysisch angehauchten Stoff, den sie als eine Art "philosophisches Märchen" sieht, mal wieder den ihr ganz eigenen Zauber bei. Dabei tut sie etwas, das sie sonst nicht so gerne macht: Sie spielt eine Schauspielerin...

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Sumpfungeheuer im Spreewald
Mystisch und modern: Gelungenes Spielfilmdebüt im Ersten

Frankfurter Rundschau 16-7-07

Von Harald Keller

Montags wird das ARD-Programm für gewöhnlich erst zur Nacht interessant, weil dort bisweilen Rares aus den Archivkisten zu finden ist. Insofern aber Reinhold Beckmann gegenwärtig in den Ferien weilt und die sonst an ihn vergeudete Sendezeit heuer der verdienstvollen Reihe „Debüt im Ersten“ zur Verfügung steht, darf und muss eine Empfehlung ausgesprochen werden. Denn der Autor und Regisseur Bernd Heiber hat nach mehreren Kurzfilmen im Auftrag des RBB einen abendfüllenden Spielfilm vorgelegt, dem eine Ausnahmestellung zugemessen werden darf.

Welche Freude schon gleich, dass dieser zum Glück nicht mehr ganz so junge Debütant nicht wie viele andere Filmschulabsolventen mit einer kinematografischen Bearbeitung pubertärer Nachwehen aufwartet. Vielmehr erzählt der 43-jährige Heiber sehr besonnen von einem jungen Autodieb (Xaver Hutter), der von Neuseeland träumt, aber im Spreewald versumpft. Im Gepäck hat er eine trunkene Schauspieldiva (Katja Flint), auf den Fersen einen russischen Berufskollegen (Waléra Kanischtscheff), der es gar nicht gern sieht, wenn man ihm eine frisch geknackte Limousine unter dem Hintern wegstiehlt. In der Tiefe des Spreewalds findet sich ein grantiger Einsiedler (Paul Faßnacht) mit tiefgründigem Wissen über den chemischen Zusammenhalt der Welt, der sich beizeiten als galanter Gastgeber entpuppt. Ein im Moor hausender Irrwisch lotst gewisse Leute auf den rechten Weg, indem er sie von der Straße abbringt. Es gibt ein Theatergastspiel – Regisseur Heiber begann selbst als Thespisjünger - und wortkarge Originale, die ein gutes Bier zu schätzen wissen.

So ist das schön: Ein erstaunlich abseitiger, exzellent fotografierter Film mit übersinnlichem Einschlag, der nichtsdestoweniger im Heute wohnt und etwas zu sagen hat. Davon mehr, warum nicht mal als Serie, und nie wieder Beckmann. Ein schmaler Einwand nur: Überflüssig, dass der durch die Sümpfe spukende Bludnik (Martin Otting) irgendwann sichtbare Gestalt annimmt. Die Andeutung seiner Existenz hätte vollends genügt.