Pressestimmen online

Katja Flint im Interview mit der FAZ:
"Einiges schien mir wirr zu sein."

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Ein klug-versponnener Film, ein Juwel, wie es öfters im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorkommen sollte, irgendwo zwischen Detlef Buck, Märchen, Heimatfilm und ein bisschen Fellini.

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"Herzentöter" (eine Koproduktion des RBB mit der Ziegler Film GmbH) ist irgendwie anders. Genial anders. Die Beschreibung "Neo-existenzialistischer Mystery-Pop im Spreewald" klingt zunächst kryptisch. Hat man das schrill-melancholische Roadmovie aber gesehen, stellt man fest: Das trifft es wirklich gut.

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...eine von vielen wunderbaren Ideen, die Drehbuchautor und Regisseur Bernd Heiber in seinem Langfilm-Debüt "Herzentöter" verwirklichte. Katja Flint trägt zu dem herrlich schrägen, metaphysisch angehauchten Stoff, den sie als eine Art "philosophisches Märchen" sieht, mal wieder den ihr ganz eigenen Zauber bei. Dabei tut sie etwas, das sie sonst nicht so gerne macht: Sie spielt eine Schauspielerin...

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Showdown im Spreewald

Maerkische Allgemeine,  16-7-2007

Von Frank Kober

Mit "Herzentöter" präsentiert der Cottbuser Regisseur Bernd Heiber ein irres "Debüt im Ersten".

Festhalten, das wird etwas holprig! Und zwar so, wie es sich für ein Roadmovie gehört. Über Stock und Stein geht’s, über Leichen und gebrochene Herzen. Durch Feuer, Wasser – mit Posaunen. Wie im Märchen. Ja, es wird gruslig, es wird laut und es wird verdammt chaotisch. Denn in Nullkommanichts bevölkern unser Wohnzimmer ganz absonderliche Typen: Autoknacker und Mafia-Russen, welke Starlets und herbe Dorfschönheiten, verliebte Bauern und versoffene Dorftrottel. Und Sumpfgeister. Natürlich, auch Sumpfgeister.

Aber wir sind nicht in den Everglades, auch nicht im Death Valley oder sonst einer Kulisse, die gewöhnlich für Filmstorys auf vier Rädern herhalten muss. Nein, unser fetter BMW, geklaut und gesteuert von Kleinganove Kobja (Xaver Hutter), er rauscht mitten durch den Spreewald. In stockfinstrer Nacht und mit der sturzbetrunkenen Schauspie-lerin Mikitsch im Fond (Katja Flint). Denn Kobja hat nur ein Ziel: Weg hier, raus aus dem Schlamassel, raus aus Deutschland. Der Auto-Klau sollte sein letzter Coup sein. Die allerletzte Chance, sich seinen Traum von einer eigenen Fliegerschule zu erfüllen. In Neuseeland. Doch wo landet er mit seinen Träumen und einer Diva im Gepäck?

Auf der sumpfigen Wiese von Bauer Hanusch (Paul Fassnacht). Tief in der brandenburgischen Provinz. Da, wo die Uhren etwas langsamer gehen als in Berlin. Wo die Leute etwas einfacher gestrickt sind. Und wo es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die uns Schaudern machen. Ein Geisterreich. Ein Troll-Paradies. Voller Liebe und Hass. Voller Hoffnung und Verzweiflung. Eine Diaspora des Glücks.

Mehr muss man nicht wissen, um sich heute Abend auf die wild-poetische Geschichte von Bernd Heiber (Buch und Regie) einzulassen. Denn der Cottbuser und Absolvent der Babelsberger Filmhochschule erschafft mit seinem ersten Spielfilm ein solch wunderbares Universum an Skurrilitäten, dass wir uns getrost mitreißen lassen können. Hinein in einen Rausch aus Bildern und Farben (Kamera: Konstantin Kröning) und mit einem Soundtrack von Steve Binetti, der sich gewaschen hat. (Endlich hat mal einer jenen Gitarrero und Theater-Klangtüftler angeheuert, dessen apokalyptische Riffs ja schon seit "Delphinium and Cynosure" nach Filmbildern lechzen.)

Und Heiber weiß, wovon er erzählt. Von den Wirren im wilden Osten, von verkrachten Existenzen und von den Mythen seiner Heimat. So wirkt sein "Debüt im Ersten" wie der Befreiungsschlag eines Filmemachers, der mit 42 lange auf seine Chance warten musste und der nun auf die Leinwand schickt, was seit Jahren in ihm brodelt. Alles, was er hat: Einen Haufen verrückter Ideen, eine obskure Schauspieltruppe, seine Spreewaldlandschaft als schauriges Szenenbild. Klar, "Herzentöter" duftet etwas nach Kaurismäki, ein bisschen nach Kusturica, und ein Schuss Terry Gilliam ist wohl auch dabei. Aber wie anders als diese Kino-Schamanen sollte Heiber seine durch und durch metaphorische Schicksalsrallye auch erzählen? Sei's drum, Heiber findet allemal seine eigene Filmsprache. Und was wir zu sehen bekommen, ist weise und witzig zugleich – eine Liebeserklärung an seine Heimat. Ist großes Kino – im kleinen Fernseher. Wie gesagt: Festhalten, es wird holprig!